Solare Add-Ons bieten verschiedene wirtschaftliche Vorteile. Diese Chancen ergeben sich aus:
Add-ons sind der kosteneffektiveste Weg um Solarenergie in den Markt der großtechnischen Stromerzeugung einzuführen.
Solare Add-on erweitern bestehende Kraftwerke um direktverdampfende Solarkollektoren. Zwar kann grundsätzlich jeder Kraftwerkstyp damit ausgestattet werden. Doch das größte Potenzial besteht bei konventionellen Kraftwerken auf Basis von fossilen Energiequellen.
Die durch das Solarkollektorfeld erzeugte Prozessenergie (Heißwasser oder Dampf) wird einfach in den bestehenden Wasser-Dampf-Kreislauf des Kraftwerks eingespeist und senkt auf diese Weise nachhaltig den Energiebedarf aus der ursprünglichen Primärquelle. Die Energiebilanz des Kraftwerks verbessert sich dabei mit steigender Temperatur des solar erwärmten Energieträgers.
Zahlreiche internationale Studien belegen, dass das Konzept "Solare Add-ons für konventionelle Kraftwerke" die Marktbedeutung direktverdampfender Solarkollektoren durch die entstehenden Synergieeffekte erheblich steigern kann.
Solare Add-ons bieten besonders für bereits bestehende, fossile Kraftwerke mittlerer und großer Dimension mit langer Restlaufzeit eine hochattraktive Form der Performance-Optimierung. Zahlreiche Gas- und Ölkraftwerke im Nahen Osten sowie Kohlekraftwerke in Südeuropa, Australien und den USA würden überproportional von dieser "Veredelung mit erneuerbarer Energie" profitieren. Erst recht bei wachsendem Effizienzdruck durch steigende Energiepreise, strengere Emissionsvorschriften und dynamische Marktentwicklung bei Emissionszertifkaten.
Nach aktuellem Entwicklungsstand der zugrunde liegenden "konzentrierenden Solartechnologie" (CSP) bieten solare Add-ons optimale Performance insbesondere bei der Integration in die Speisewasservorwärmung eines fossilen Kraftwerks. Diese Konstellation ersetzt einen Teil des Dampfstroms aus der Turbinenanzapfung.
Die Kombination des solaren Add-ons mit konventioneller Kraftwerkstechnologie sorgt bei den genannten Anwendungsoptionen für spürbare Synergieeffekte: Der bestehende Kraftwerkskessel gewährleistet die permanente Bereitstellung der erforderlichen Dampfmengen und macht die bei reinen Solarkraftwerken benötigten aufwändigen thermischen Speicher oder Backup-Kessel überflüssig. Das solare Add-on entlastet dafür mit seiner zusätzlichen Einspeisung die Energiebilanz des Kraftwerks und trägt nachhaltig zu seiner Performance bei.
Die optimale Auswahl der CSP-Technologie und Auslegung des Solar-Kollektorfeldes ist abhängig vom Einspeisedruck und dem idealen Temperaturniveau für das Projekt. Die hohen Temperaturen die von modernen Dampfkraftwerken benötigt werden können derzeit nur von Solartürmen erreicht werden. Die mittleren Temperaturen, die für die Einspeisung von Sattdampf (oder für solare Speisewasservorwärmung) benötigt werden, können sowohl von der Fresnel- als auch von der Parabolrinnen-Technologie erreicht werden.
Aufgrund der Fähigkeit zur direkten Dampferzeugung bei hohen Drücken, bieten Fresnel-Kollektoren die meisten Vorteile für den Einsatz als solares Add-on. Sie sind in der Lage überhitzten Dampf auf dem Druck- und Temperaturniveau der kalten Zwischenüberhitzung zu erzeugen und können direkt mit dem Rohrleitungssystem des Kraftwerks verbunden werden, ohne das zusätzliche Wärmetauscher notwendig sind.
Weiterer Vorteil der Fresnel-Technologie ist ihre Fähigkeit, mehr Solarenergie pro Jahr und Landfläche einzusammeln als Parabolrinnen. Dies reduziert nicht nur die Kosten für verbindende Rohrleitungen, sondern ist auch wesentlich für die Machbarkeit selbst, denn freie Flächen an bestehenden Kraftwerken sind meist rar und teuer.
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